Parlamentarisches Streiten üben in einem Land voller Widersprüche

5 Tage in Beirut  beim Model Youth Parliament: das bedeutete 5 Tage voller neuer Menschen, anderer Ansätze, spontaner Anpassungen, arabisch-englisch-französischer Sprache und talentierter Teilnehmender.

Schon zum zweiten Mal durften Frank Burgdörfer und Heidi Ness  für diese im Libanon ungewöhnliche Veranstaltung Inhalte erarbeiten, Abläufe strukturieren sowie das Betreuungsteam schulen und beraten. Das Format der Friedrich-Naumann-Stiftung und der Université Saint Joseph bringt Studierende zusammen, die erfahren und selbst erproben möchten, wie parlamentarische Arbeit funktionieren kann: beraten, verhandeln, abwägen, streiten, werben, entscheiden. Gerade weil in der Simulation vieles anders zugeht als in der Realität des Libanon, ist das Format so spannend. Mit hoher Transparenz und guten Argumenten müssen die Teilnehmenden des MYP um ihre Anliegen kämpfen.

Ihre Anliegen: das sind diejenigen, die sie als fiktive Abgeordnete vertreten – denn sie erhalten zu Beginn ein neues Leben. Besonders aufregend ist dies im Libanon, wenn dies eine neue Konfession und damit eine Abstammung aus einer ganz anderen Gemeinschaft beinhaltet. Der Schock ist zu Beginn oft groß – die Erfahrung, sich im lauf der Simulation in ganz neue Interessen und Wertevorstellungen hineinzudenken, um so bereichernder.

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