Banker/innen verhandeln Westbalkan-Aktionplan

Wer aus der Wirtschaft kommt, empfindet politische Entscheidungsprozesse oft als zu langsam, zu zögerlich, zu inkonsequent und zu ineffektiv. Liegt das am Kontext oder an den Politikern? Im Dezember machten wir die Probe auf’s Exempel.
Studentinnen und Studenten der ProCredit Academy, also angehende Führungskräfte der ProCredit Bankengruppe, hatten die Aufgabe, im Rahmen eines dreitägigen Planspiels einen fiktiven Aktionsplan für den Westbalkan auszuhandeln, der die Probleme der Region angeht und sie an die EU heranführt. Die ebenfalls vertretenen Mitgliedsstaaten der EU mussten zustimmen, die Staaten der Region sollten sich an die Vereinbarung gebunden fühlen und die die Europäische Kommission hatte die Aufgabe, für tragfähige Vereinbarungen zu sorgen.
Die Beteiligten sollten sich mit dem Thema EU-Integration und Transformation beschäftigen, dabei die politischen Rahmenbedingungen ihrer täglichen Arbeit reflektieren und ihre Verhandlungskünste unter ungewöhnlichen Bedingungen auf die Probe stellen.
Heraus kam ein überaus beeindruckender „Aktionsplan“, der viel Fachkenntnis bezüglich des Wirtschaftsgeschehens in der Region, aber auch Schwierigkeiten der öffentlichen Verwaltung widerspiegelte. Dieses Ergebnis war dann Grundlage einer intensiven Diskussion über die europäischen Perspektiven des Westbalkans, aber auch über den Umgang der EU mit der Region.
polyspektiv führt seit über 10 Jahren im Auftrag der ProCredit-Academy Seminar durch, die politische Zusammenhänge verdeutlichen und die Analyse- und Verhandlungsfähigkeiten der Teilnehmenden stärken sollen. 
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