Zukunftswerkstatt: Was soll bloß aus Europa werden?

Unter diesem Titel hat die Deutsche Gesellschaft e.V. am 6. Dezember die Abschlussveranstaltung zu einer Reihe von Zukunftswerkstätten an Berliner Schulen und Hochschulen eingeladen, bei denen sich die Teilnehmenden mit Fragen der künftigen Entwicklung Europas beschäftigten. Im Zentrum standen dabei die Felder Sicherheit, Soziales, Digitalisierung und Migration.

Die Ergebnisse der Szenarioworkshops wurden in den Räumen der Vertretung der Europäischen Kommission ausgestellt und boten einen interessanten Überblick über Hoffnungen, Befürchtungen und Ideen der jungen Berliner. Frank Burgdörfer moderierte eine Diskussion über Aspekte, die dabei immer wieder angesprochen wurden und denen von daher große Relevanz zugesprochen werden kann. Sollte es eine europäische Sozialpolitik geben, was spricht dafür, was dagegen? Wie kann die Digitalisierung so gestaltet werden, dass dabei unsere europäischen Vorstellungen von Freiheit und Persönlichkeitsrechten gewahrt werden – und könnte eben das auch unser Wettbewerbsvorteil gegenüber Chinesen und Amerikanern werden? Wie müsste eine europäische Migrationspolitik aussehen, die von den Europäern mitgetragen wird? Und kann es eine europäische Armee geben?
Helene Banner von der Vertretung der Europäischen Kommission in Deutschland zeigte sich beeindruckt von der Vielfalt der Ideen und Positionen. Immer wieder verwies sie darauf, dass auch in den europäischen Institutionen ähnliche Debatten geführt würden, ohne allerdings auf breites öffentliches Interesse zu stoßen. Umso erfreuter fand sie es, dass im Rahmen eines solchen Projekts diese Fragen breiten Raum erhielten. Die Reihe „Zukunftswerkstatt: Was soll aus Europa werden?“ wird die Deutsche Gesellschaft im Jahr 2019 an Berliner Bildungseinrichtungen fortsetzen.
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